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What is the true stockpile of antivirals in Germany ?
The answer (German Ministry of Health on June 30, 2009) is: 30 % doses of treatment courses for population (84 Mio.)
Will that be enough ?
Welche Vorr?te an antiviralen Medikamenten h?lt Deutschland vor ?
Die Antwort ist: 30 % Behandlungspackungen bezogen auf 84 Mio. Einwohner.
Wird das reichen ?
http://www.bmg.bund.de/cln_151/nn_1...grippe/FAQs-Pandemie.html#doc1619008bodyText9
Bundesministerium f?r Gesundheit
Schweinegrippe - 30. Juni 2009
Antworten des BMG und des RKI auf Fragen zur Neuen Grippe
Wie ist Deutschland auf eine Pandemie vorbereitet?
Deutschland hat sich seit Jahren auf eine Influenzapandemie vorbereitet. Das Robert Koch-Institut hat den gemeinsam von Bund und L?ndern getragenen Nationalen Influenzapandemieplan Anfang 2005 und eine aktualisierte Fassung 2007 ver?ffentlicht. Der Nationale Pandemieplan enth?lt einen ?berblick ?ber Ma?nahmen (Teil 1), Aufgaben und Handlungsempfehlungen (Teil 2) und erl?utert die wissenschaftlichen Zusammenh?nge der Pandemieplanung (Teil 3). Im Anhang sind grundlegende fachliche Empfehlungen und Checklisten enthalten. Der Pandemieplan wird regelm??ig aktualisiert. Au?erdem trugen ?bungen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, dazu bei, die Abl?ufe f?r den Notfall einzu?ben und Schwachstellen zu identifizieren.
Der Nationale Pandemieplan gibt einen Rahmen vor, der die Grundlage f?r die Pandemiepl?ne der L?nder und die Ausf?hrungspl?ne der Kommunen bildet. Mit der Erarbeitung der Influenzapandemiepl?ne der L?nder erfolgt eine Konkretisierung der im Nationalen Influenzapandemieplan vorgesehenen Ma?nahmen f?r das jeweilige Land. Diese stellen die Aufgaben des ?ffentlichen Gesundheitsdienstes dar und unterst?tzen die Planungen auf kommunaler Ebene. Dar?ber hinaus enthalten die Landespandemiepl?ne Informationen, Hinweise und Empfehlungen f?r die verantwortlichen Einrichtungen und Ebenen. Damit wird auch das Anliegen der Gesundheitsministerkonferenz unterst?tzt, die in einem Beschluss vom Dezember 2005 alle verantwortlichen Institutionen und Ebenen, insbesondere die ?rzteschaft, die Krankenh?user, Rettungs- und Hilfsdienste aufgefordert hatte, Vorbereitungen in ihrem Bereich zu treffen.
F?r vordringlich halten Bund und L?nder insbesondere die m?glichst schnelle Verf?gbarkeit eines Impfstoffs. Die Bundesregierung hat fr?hzeitig die Entwicklung von Prototyp-Impfstoffen gef?rdert. In Deutschland haben sich Impfstoffhersteller verpflichtet, eine fr?hestm?gliche Bereitstellung eines Impfstoffs zu gew?hrleisten. Ausf?hrliche Informationen zu pandemischen Impfstoffen sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden.
Erkrankte Menschen k?nnen mit antiviralen Arzneimitteln (Neuraminidasehemmern) behandelt werden. Im Pandemieplan ist eine Bevorratungsmenge f?r 20% der Bev?lkerung empfohlen. Dann kann bei einer mittelschweren Pandemie davon ausgegangen werden, dass Erkrankte im Pandemiefall eine Therapie mit antiviralen Arzneimitteln erhalten k?nnen. Die L?nder haben antivirale Arzneimittel bevorratet, im Durchschnitt f?r 20% der Bev?lkerung. Im Bedarfsfall k?nnen aus einer Bundesreserve antivirale Medikamente f?r weitere 10 % der Bev?lkerung zur Verf?gung gestellt werden.
Vorgeschichte:
http://www.wiwo.de/technik/grippe-deutschland-schlecht-vorbereitet-110155/
wiwo.de
Pharmabranche
Grippe: Deutschland schlecht vorbereitet
susanne.kutter@wiwo.de 18.08.2005
Deutschland ist auf eine Grippe-Pandemie schlecht vorbereitet. Der Vorrat an Antigrippemitteln wie Tamiflu von der Basler Roche oder Relenza von GlaxoSmithKline (GSK) aus Gro?britannien ist gering; Frankreich oder England haben weit mehr der Medikamente bestellt, um sie im Ernstfall verteilen zu k?nnen. Die Bundesl?nder erf?llen nicht einmal die Vorgaben ihrer eigenen Pandemie-Pl?ne. Sie sehen vor, dass Medikamente f?r mindestens 15 Prozent der Deutschen vorhanden sein sollten. Die bestellten Mengen reichen aber gerade aus, um etwa neun Prozent zu versorgen. Dabei hatten die Gesundheitsminister der L?nder vor Monaten eine dreifach gr??ere Menge bei Roche reserviert, dann aber nicht abgerufen.
http://pdf.zeit.de/2006/07/M-Pandemie.pdf
DIE ZEIT 09.02.2006 Nr.7 - 09. Februar 2006
http://www.zeit.de/2006/07/M-Pandemie
P A N D EMI E
Im Notfall ohne Plan
F?r den Fall einer Grippepandemie haben Bund und L?nder seit einem Jahr einen nationalen Notfallplan. Doch wie gut Kranke versorgt werden, h?ngt bislang davon ab, wo sie wohnen
VON HARRO ALBRECHT
(?)
Die Stuttgarter sorgen f?r sich. Die 14,02 Kilogramm Tamiflu sind eine Extraration, reserviert f?r die Landeshauptstadt. Das Land Baden-W?rttemberg hat Tamiflu-Vorr?te nur f?r acht Prozent der Bev?lkerung eingelagert. Den Verantwortlichen war das Grund genug, in ihrer unmittelbaren N?he noch etwas nachzur?sten.
(?)
Die Seuche erweist sich als nicht f?deralismuskompatibel. Bricht die Massengrippe aus, wird Deutschland vermutlich in 16 Kleinstaaten zerfallen. Jedes Land interpretiert den Nationalen Influenzapandemieplan schon heute auf seine Weise.
(?)
Der gr??te Engpass, da sind sich die Experten einig, wird jedoch nicht bei den
Antibiotika entstehen. Mehr Sorgen bereiten ihnen die fehlenden Beatmungsger?te und das fehlende Risikobewusstsein. Keines von zehn befragten Bundesl?ndern h?lt die m?gliche Unterversorgung f?r besonders problematisch, Sondereink?ufe sind nicht geplant.
(?)
So bastelt jedes Land sein eigenes Rezept. Rheinland-Pfalz kooperiert mit Hessen. In Berlin und Brandenburg rechnet man mit Nachbarschaftshilfe. Sobald aber Pl?ne konkret werden m?ssen, steigt vielerorts die Temperatur. Schon in der Frage der antiviralen Mittel wie Tamiflu gibt es Zank. Wenn zum Beispiel Sachsen-Anhalt nur f?r 5,6 Prozent der Bev?lkerung Tamiflu eingelagert hat und Nordhein-Westfalen f?r 30 Prozent, sieht das besser pr?parierte Land nat?rlich nicht ein, warum es etwas abgeben soll. Die Influenza spaltet die Republik.
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/02/27/a0189
taz.de
Hinten anstellen bitte
27.02.2006
Tamiflu-Hersteller Roche wird trotz Ausbaus seiner Produktionskapazit?ten die zu erwartenden Neubestellungen aus Deutschland kaum befriedigen k?nnen
GENF taz: Wird es in Deutschland ausreichend Medikamente gegen die Vogelgrippe geben? Die Gesundheitsministerkonferenz der Bundesl?nder hat Ende letzter Woche beschlossen, k?nftig f?r 20 Prozent der 84 Millionen EinwohnerInnen Deutschlands die beiden Antigrippemittel Tamiflu und Relenza vorr?tig zu halten.
Derzeit lagern in Deutschland Vorr?te der beiden Medikamente f?r 8 Prozent der Gesamtbev?lkerung - wobei zwischen den Versorgungsniveaus in den einzelnen Bundesl?ndern bislang noch erhebliche Unterschiede bestehen.
Zur Umsetzung des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz m?sste Deutschland zehn Millionen Therapieeinheiten der beiden Medikamente im derzeitigen Marktwert von rund 180 Millionen Euro ordern. Davon w?rden - zumindest wenn man die Erfahrungen der letzten zw?lf Monate zugrunde legt - etwa acht Millionen Bestellungen an den Schweizer Tamiflu-Produzenten Roche gehen und rund zwei Millionen an den Relenza-Hersteller Glaxco in den USA.
http://www.direktbroker.de/news-kurse/details/Aktuelle-Nachrichten/Nordl?ndermitGrippemitt/20205863
Nordl?nder mit Grippemitteln schlecht ausgestattet
29.04.2009 | 16:11 h
Nordl?nder mit Grippemitteln schlecht ausgestattet
Bevorratung nur f?r elf Prozent der Bev?lkerung - Beh?rden: Kein Grund zur Besorgnis
M?nchen/Hannover (ddp-nrd). Die n?rdlichen Bundesl?nder verf?gen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft f?r Infektiologie (DGI) nicht ?ber einen ausreichenden Vorrat an Grippeschutzmitteln. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein seien nur f?r 11 bis 14 Prozent der Bev?lkerung entsprechende Arzneimittel eingelagert, teilte die Gesellschaft am Mittwoch in M?nchen unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage des Internetportals lungenaerzte-im-netz.de mit. Am schlechtesten sei Bremen ausgestattet, hie? es. Die betroffenen L?nder sehen unterdessen keinen Grund zur Besorgnis. Dennoch werde ?ber eine Erh?hung der Notfallreserve nachgedacht.
?Die Einlagerung antiviraler Medikamente ist nur ein Baustein vieler, um mit einer Pandemiegefahr umzugehen?, sagte Thomas Spieker, Sprecher des Gesundheitsministeriums Niedersachsen. Bei der Vorratshaltung handle es sich um eine staatliche Notfallversorgung. Man d?rfe dabei nicht vergessen, dass auch Apotheken Medikamente f?r die Versorgung bereithielten.
Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb?nde (ABDA) ist die Nachfrage aber auch dort in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Eine fl?chendeckende Versorgung sei deshalb nicht garantiert. In einzelnen Apotheken in Niedersachsen etwa seien antivirale Medikamente nicht mehr lieferbar.
Petra Kodr?, Sprecherin der Bremer Gesundheitsbeh?rde widersprach unterdessen am Mittwoch der Behauptung, der Stadtstaat sei Schlusslicht bei der Notfallreserve. Man liege mit anderen Nordl?ndern bei 11,2 Prozent, sagte sie. Besorgt sein m?ssten die Bremer keineswegs. ?Man muss da im Moment keine Panik machen.? Bei der Vogelgrippe sei das gleiche Thema auch aufgekommen. ?Und im Endeffekt haben wir die Medikamente nie gebraucht.?
Der nationale Pandemieplan gibt eine Notfallbevorratung der L?nder von mindestens 20 Prozent vor. Daf?r sind die einzelnen Bundesl?nder zust?ndig. Laut Bremer Gesundheitsbeh?rde sind die 20 Prozent allerdings nur eine Empfehlung.
In Niedersachsen wird im Moment in Absprache mit den anderen Nordl?ndern gepr?ft, die Bevorratung zu erh?hen. Dazu gebe es Gespr?che, endg?ltig sei aber noch nichts entschieden, sagte Spieker. In Bremen sieht man dazu derzeit keine Veranlassung, wie Kodr? klar machte: ?Die Quote wird so bleiben.'Die DGI monierte neben der schlechten Bevorratung am Mittwoch auch die einseitige Ausstattung mit dem Arzneistoff Oseltamivir (Handelsname Tamiflu). In Deutschland sei ?berwiegend dieses der zwei zur Verf?gung stehenden Medikamente beschafft worden. ?Wenn es dann bei dem Pandemie-Erreger zu Resistenzen gegen diesen Wirkstoff kommen w?rde, w?re diese Waffe gegen das Virus wirkungslos?, sagte DGI-Vorstandsmitglied Bernhard Ruf.
In Deutschland sind am Mittwoch drei F?lle von Schweinegrippe best?tigt worden. Bei den Betroffenen handelt es sich jeweils um Mexiko-R?ckkehrer.
(ddp)
http://www.tagesschau.de/inland/grippemittel100.html
tagesschau.de
Stand: 13.05.2009 18:03 Uhr
Mangelndes Vertrauen in Vorr?te der L?nder
Bund kauft eigene Grippemittel
Angesichts der Gefahr einer Grippe-Pandemie bef?rchtet die Bundesregierung, dass die Vorr?te der L?nder an antiviralen Mitteln nicht ausreichen k?nnten. Sie will daher eine eigene Bundesreserve anlegen, wie aus einer Vorlage an den Bundestags-Haushaltsausschuss hervorgeht. In dem Papier beantragt das Gesundheitsministerium eine au?erplanm??ige Ausgabe von bis zu 90 Millionen, um Medikamente wie Tamiflu und Relenza anzuschaffen.
Die Mehrausgaben seien "sachlich unabweisbar", hei?t es in der Vorlage. Zwar gebe es bei den L?ndern eine umfangreiche Medikamentenbevorratung. "Die aktuelle Pandemiegefahr f?hrt jedoch zu der Einsch?tzung, dass eine erg?nzende Bundesreserve dringend erforderlich ist." Ein Regierungsvertreter sagte, die Bundesreserve solle f?r den Fall angelegt werden, dass die Vorr?te der L?nder nicht ausreichten.
Keine Zeit f?r Nachtragshaushalt
Aufgrund der aktuellen Gef?hrdungslage und knapper werdender Medikamente m?sse die Belieferung der Bundesreserve innerhalb der n?chsten Tage mit den Herstellern vertraglich abgesichert werden. Die Verabschiedung eines zweiten Nachtragshaushalts f?r 2009 k?nne nicht abgewartet werden.
The answer (German Ministry of Health on June 30, 2009) is: 30 % doses of treatment courses for population (84 Mio.)
Will that be enough ?
Welche Vorr?te an antiviralen Medikamenten h?lt Deutschland vor ?
Die Antwort ist: 30 % Behandlungspackungen bezogen auf 84 Mio. Einwohner.
Wird das reichen ?
http://www.bmg.bund.de/cln_151/nn_1...grippe/FAQs-Pandemie.html#doc1619008bodyText9
Bundesministerium f?r Gesundheit
Schweinegrippe - 30. Juni 2009
Antworten des BMG und des RKI auf Fragen zur Neuen Grippe
Wie ist Deutschland auf eine Pandemie vorbereitet?
Deutschland hat sich seit Jahren auf eine Influenzapandemie vorbereitet. Das Robert Koch-Institut hat den gemeinsam von Bund und L?ndern getragenen Nationalen Influenzapandemieplan Anfang 2005 und eine aktualisierte Fassung 2007 ver?ffentlicht. Der Nationale Pandemieplan enth?lt einen ?berblick ?ber Ma?nahmen (Teil 1), Aufgaben und Handlungsempfehlungen (Teil 2) und erl?utert die wissenschaftlichen Zusammenh?nge der Pandemieplanung (Teil 3). Im Anhang sind grundlegende fachliche Empfehlungen und Checklisten enthalten. Der Pandemieplan wird regelm??ig aktualisiert. Au?erdem trugen ?bungen, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, dazu bei, die Abl?ufe f?r den Notfall einzu?ben und Schwachstellen zu identifizieren.
Der Nationale Pandemieplan gibt einen Rahmen vor, der die Grundlage f?r die Pandemiepl?ne der L?nder und die Ausf?hrungspl?ne der Kommunen bildet. Mit der Erarbeitung der Influenzapandemiepl?ne der L?nder erfolgt eine Konkretisierung der im Nationalen Influenzapandemieplan vorgesehenen Ma?nahmen f?r das jeweilige Land. Diese stellen die Aufgaben des ?ffentlichen Gesundheitsdienstes dar und unterst?tzen die Planungen auf kommunaler Ebene. Dar?ber hinaus enthalten die Landespandemiepl?ne Informationen, Hinweise und Empfehlungen f?r die verantwortlichen Einrichtungen und Ebenen. Damit wird auch das Anliegen der Gesundheitsministerkonferenz unterst?tzt, die in einem Beschluss vom Dezember 2005 alle verantwortlichen Institutionen und Ebenen, insbesondere die ?rzteschaft, die Krankenh?user, Rettungs- und Hilfsdienste aufgefordert hatte, Vorbereitungen in ihrem Bereich zu treffen.
F?r vordringlich halten Bund und L?nder insbesondere die m?glichst schnelle Verf?gbarkeit eines Impfstoffs. Die Bundesregierung hat fr?hzeitig die Entwicklung von Prototyp-Impfstoffen gef?rdert. In Deutschland haben sich Impfstoffhersteller verpflichtet, eine fr?hestm?gliche Bereitstellung eines Impfstoffs zu gew?hrleisten. Ausf?hrliche Informationen zu pandemischen Impfstoffen sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden.
Erkrankte Menschen k?nnen mit antiviralen Arzneimitteln (Neuraminidasehemmern) behandelt werden. Im Pandemieplan ist eine Bevorratungsmenge f?r 20% der Bev?lkerung empfohlen. Dann kann bei einer mittelschweren Pandemie davon ausgegangen werden, dass Erkrankte im Pandemiefall eine Therapie mit antiviralen Arzneimitteln erhalten k?nnen. Die L?nder haben antivirale Arzneimittel bevorratet, im Durchschnitt f?r 20% der Bev?lkerung. Im Bedarfsfall k?nnen aus einer Bundesreserve antivirale Medikamente f?r weitere 10 % der Bev?lkerung zur Verf?gung gestellt werden.
Vorgeschichte:
http://www.wiwo.de/technik/grippe-deutschland-schlecht-vorbereitet-110155/
wiwo.de
Pharmabranche
Grippe: Deutschland schlecht vorbereitet
susanne.kutter@wiwo.de 18.08.2005
Deutschland ist auf eine Grippe-Pandemie schlecht vorbereitet. Der Vorrat an Antigrippemitteln wie Tamiflu von der Basler Roche oder Relenza von GlaxoSmithKline (GSK) aus Gro?britannien ist gering; Frankreich oder England haben weit mehr der Medikamente bestellt, um sie im Ernstfall verteilen zu k?nnen. Die Bundesl?nder erf?llen nicht einmal die Vorgaben ihrer eigenen Pandemie-Pl?ne. Sie sehen vor, dass Medikamente f?r mindestens 15 Prozent der Deutschen vorhanden sein sollten. Die bestellten Mengen reichen aber gerade aus, um etwa neun Prozent zu versorgen. Dabei hatten die Gesundheitsminister der L?nder vor Monaten eine dreifach gr??ere Menge bei Roche reserviert, dann aber nicht abgerufen.
http://pdf.zeit.de/2006/07/M-Pandemie.pdf
DIE ZEIT 09.02.2006 Nr.7 - 09. Februar 2006
http://www.zeit.de/2006/07/M-Pandemie
P A N D EMI E
Im Notfall ohne Plan
F?r den Fall einer Grippepandemie haben Bund und L?nder seit einem Jahr einen nationalen Notfallplan. Doch wie gut Kranke versorgt werden, h?ngt bislang davon ab, wo sie wohnen
VON HARRO ALBRECHT
(?)
Die Stuttgarter sorgen f?r sich. Die 14,02 Kilogramm Tamiflu sind eine Extraration, reserviert f?r die Landeshauptstadt. Das Land Baden-W?rttemberg hat Tamiflu-Vorr?te nur f?r acht Prozent der Bev?lkerung eingelagert. Den Verantwortlichen war das Grund genug, in ihrer unmittelbaren N?he noch etwas nachzur?sten.
(?)
Die Seuche erweist sich als nicht f?deralismuskompatibel. Bricht die Massengrippe aus, wird Deutschland vermutlich in 16 Kleinstaaten zerfallen. Jedes Land interpretiert den Nationalen Influenzapandemieplan schon heute auf seine Weise.
(?)
Der gr??te Engpass, da sind sich die Experten einig, wird jedoch nicht bei den
Antibiotika entstehen. Mehr Sorgen bereiten ihnen die fehlenden Beatmungsger?te und das fehlende Risikobewusstsein. Keines von zehn befragten Bundesl?ndern h?lt die m?gliche Unterversorgung f?r besonders problematisch, Sondereink?ufe sind nicht geplant.
(?)
So bastelt jedes Land sein eigenes Rezept. Rheinland-Pfalz kooperiert mit Hessen. In Berlin und Brandenburg rechnet man mit Nachbarschaftshilfe. Sobald aber Pl?ne konkret werden m?ssen, steigt vielerorts die Temperatur. Schon in der Frage der antiviralen Mittel wie Tamiflu gibt es Zank. Wenn zum Beispiel Sachsen-Anhalt nur f?r 5,6 Prozent der Bev?lkerung Tamiflu eingelagert hat und Nordhein-Westfalen f?r 30 Prozent, sieht das besser pr?parierte Land nat?rlich nicht ein, warum es etwas abgeben soll. Die Influenza spaltet die Republik.
http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/02/27/a0189
taz.de
Hinten anstellen bitte
27.02.2006
Tamiflu-Hersteller Roche wird trotz Ausbaus seiner Produktionskapazit?ten die zu erwartenden Neubestellungen aus Deutschland kaum befriedigen k?nnen
GENF taz: Wird es in Deutschland ausreichend Medikamente gegen die Vogelgrippe geben? Die Gesundheitsministerkonferenz der Bundesl?nder hat Ende letzter Woche beschlossen, k?nftig f?r 20 Prozent der 84 Millionen EinwohnerInnen Deutschlands die beiden Antigrippemittel Tamiflu und Relenza vorr?tig zu halten.
Derzeit lagern in Deutschland Vorr?te der beiden Medikamente f?r 8 Prozent der Gesamtbev?lkerung - wobei zwischen den Versorgungsniveaus in den einzelnen Bundesl?ndern bislang noch erhebliche Unterschiede bestehen.
Zur Umsetzung des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz m?sste Deutschland zehn Millionen Therapieeinheiten der beiden Medikamente im derzeitigen Marktwert von rund 180 Millionen Euro ordern. Davon w?rden - zumindest wenn man die Erfahrungen der letzten zw?lf Monate zugrunde legt - etwa acht Millionen Bestellungen an den Schweizer Tamiflu-Produzenten Roche gehen und rund zwei Millionen an den Relenza-Hersteller Glaxco in den USA.
http://www.direktbroker.de/news-kurse/details/Aktuelle-Nachrichten/Nordl?ndermitGrippemitt/20205863
Nordl?nder mit Grippemitteln schlecht ausgestattet
29.04.2009 | 16:11 h
Nordl?nder mit Grippemitteln schlecht ausgestattet
Bevorratung nur f?r elf Prozent der Bev?lkerung - Beh?rden: Kein Grund zur Besorgnis
M?nchen/Hannover (ddp-nrd). Die n?rdlichen Bundesl?nder verf?gen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft f?r Infektiologie (DGI) nicht ?ber einen ausreichenden Vorrat an Grippeschutzmitteln. In Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Schleswig-Holstein seien nur f?r 11 bis 14 Prozent der Bev?lkerung entsprechende Arzneimittel eingelagert, teilte die Gesellschaft am Mittwoch in M?nchen unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage des Internetportals lungenaerzte-im-netz.de mit. Am schlechtesten sei Bremen ausgestattet, hie? es. Die betroffenen L?nder sehen unterdessen keinen Grund zur Besorgnis. Dennoch werde ?ber eine Erh?hung der Notfallreserve nachgedacht.
?Die Einlagerung antiviraler Medikamente ist nur ein Baustein vieler, um mit einer Pandemiegefahr umzugehen?, sagte Thomas Spieker, Sprecher des Gesundheitsministeriums Niedersachsen. Bei der Vorratshaltung handle es sich um eine staatliche Notfallversorgung. Man d?rfe dabei nicht vergessen, dass auch Apotheken Medikamente f?r die Versorgung bereithielten.
Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb?nde (ABDA) ist die Nachfrage aber auch dort in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Eine fl?chendeckende Versorgung sei deshalb nicht garantiert. In einzelnen Apotheken in Niedersachsen etwa seien antivirale Medikamente nicht mehr lieferbar.
Petra Kodr?, Sprecherin der Bremer Gesundheitsbeh?rde widersprach unterdessen am Mittwoch der Behauptung, der Stadtstaat sei Schlusslicht bei der Notfallreserve. Man liege mit anderen Nordl?ndern bei 11,2 Prozent, sagte sie. Besorgt sein m?ssten die Bremer keineswegs. ?Man muss da im Moment keine Panik machen.? Bei der Vogelgrippe sei das gleiche Thema auch aufgekommen. ?Und im Endeffekt haben wir die Medikamente nie gebraucht.?
Der nationale Pandemieplan gibt eine Notfallbevorratung der L?nder von mindestens 20 Prozent vor. Daf?r sind die einzelnen Bundesl?nder zust?ndig. Laut Bremer Gesundheitsbeh?rde sind die 20 Prozent allerdings nur eine Empfehlung.
In Niedersachsen wird im Moment in Absprache mit den anderen Nordl?ndern gepr?ft, die Bevorratung zu erh?hen. Dazu gebe es Gespr?che, endg?ltig sei aber noch nichts entschieden, sagte Spieker. In Bremen sieht man dazu derzeit keine Veranlassung, wie Kodr? klar machte: ?Die Quote wird so bleiben.'Die DGI monierte neben der schlechten Bevorratung am Mittwoch auch die einseitige Ausstattung mit dem Arzneistoff Oseltamivir (Handelsname Tamiflu). In Deutschland sei ?berwiegend dieses der zwei zur Verf?gung stehenden Medikamente beschafft worden. ?Wenn es dann bei dem Pandemie-Erreger zu Resistenzen gegen diesen Wirkstoff kommen w?rde, w?re diese Waffe gegen das Virus wirkungslos?, sagte DGI-Vorstandsmitglied Bernhard Ruf.
In Deutschland sind am Mittwoch drei F?lle von Schweinegrippe best?tigt worden. Bei den Betroffenen handelt es sich jeweils um Mexiko-R?ckkehrer.
(ddp)
http://www.tagesschau.de/inland/grippemittel100.html
tagesschau.de
Stand: 13.05.2009 18:03 Uhr
Mangelndes Vertrauen in Vorr?te der L?nder
Bund kauft eigene Grippemittel
Angesichts der Gefahr einer Grippe-Pandemie bef?rchtet die Bundesregierung, dass die Vorr?te der L?nder an antiviralen Mitteln nicht ausreichen k?nnten. Sie will daher eine eigene Bundesreserve anlegen, wie aus einer Vorlage an den Bundestags-Haushaltsausschuss hervorgeht. In dem Papier beantragt das Gesundheitsministerium eine au?erplanm??ige Ausgabe von bis zu 90 Millionen, um Medikamente wie Tamiflu und Relenza anzuschaffen.
Die Mehrausgaben seien "sachlich unabweisbar", hei?t es in der Vorlage. Zwar gebe es bei den L?ndern eine umfangreiche Medikamentenbevorratung. "Die aktuelle Pandemiegefahr f?hrt jedoch zu der Einsch?tzung, dass eine erg?nzende Bundesreserve dringend erforderlich ist." Ein Regierungsvertreter sagte, die Bundesreserve solle f?r den Fall angelegt werden, dass die Vorr?te der L?nder nicht ausreichten.
Keine Zeit f?r Nachtragshaushalt
Aufgrund der aktuellen Gef?hrdungslage und knapper werdender Medikamente m?sse die Belieferung der Bundesreserve innerhalb der n?chsten Tage mit den Herstellern vertraglich abgesichert werden. Die Verabschiedung eines zweiten Nachtragshaushalts f?r 2009 k?nne nicht abgewartet werden.